Der FC Schattdorf 2 reiste am vergangenen Samstag nach Sins – auf dem Papier eine lösbare Aufgabe, in der Realität jedoch ein zäher Abend, der den Urnern deutlich aufzeigte, dass Spiele nicht mit halber Einstellung gewonnen werden.
Erste Halbzeit: Fehlstart und Reaktion
Schattdorf startete fahrig, unkonzentriert und mit einer Spielanlage, die eher an Tennis als an Fussball erinnerte. Lange Bälle auf beiden Seiten prägten die ersten 25 Minuten, Struktur war kaum zu erkennen. Für Fussballfans ein schwieriger Anblick.
In der 25. Minute dann die logische Konsequenz: Ein weiterer hoher Ball der Sinser Defensive, der schnelle Stürmer startet durch, setzt sich gegen die überrumpelte Schattdorfer Abwehr durch und trifft zum 1:0.
Doch Schattdorf fand eine Antwort. Nach einem Freistoss von Joel Baumann von der Mittellinie herrscht Chaos im Sinser Strafraum. Die Gastgeber können nicht klären, Mike Gamma reagiert am schnellsten und schiebt überlegt zum 1:1 ein (31. Minute).
Kurz vor der Pause dann die Riesenchance zur Führung: Henry Kempf läuft alleine auf den Torhüter zu, setzt den Ball aber knapp am Tor vorbei. Die letzten zehn Minuten vor der Pause waren die besten der Gäste – doch es blieb beim Remis.
Zweite Halbzeit: Ein Chancenfeuerwerk ohne Happy End
Nach dem Wiederanpfiff verfiel die Partie erneut in das Muster der ersten Hälfte: viele hohe Bälle, wenig Struktur, kaum Spielfluss. Doch trotz der spielerischen Magerkost entwickelte sich ein regelrechtes Chancenfestival – allerdings ohne den erhofften Ertrag für Schattdorf.
In der 62. Minute setzte Henry Kempf das erste Ausrufezeichen. Sein wuchtiger Linksschuss aus gut 25 Metern klatschte an den Pfosten – der Sinser Goalie wäre chancenlos gewesen. Nur drei Minuten später durfte Schattdorf kurz jubeln, doch der sehenswerte Treffer von Luca Megnet wurde wegen Abseits zurückgepfiffen.
Dann ging es Schlag auf Schlag. In der 68. Minute verhinderte Amir Walker mit einer starken Parade die erneute Führung der Gastgeber und hielt Schattdorf damit im Spiel. Nur wenige Minuten später folgte der nächste Aufreger: Über die linke Seite kombinierten sich die Urner nach vorne, Goncalo Coelho flankte präzise in den Strafraum und Luca Megnet kam zum Abschluss – doch erneut rettete der Pfosten für Sins. Kaum war der Ball geklärt, fasste sich Simon Zurfluh ein Herz und zog ab, doch auch sein Schuss prallte ans Aluminium. Die Szene war noch nicht vorbei, denn in der 72. Minute segelte eine weitere Flanke von Christian Gisler in den Strafraum, wieder stand Megnet goldrichtig, doch diesmal reagierte der Sinser Torhüter überragend und vereitelte die Führung der Gäste.
Fazit
Der FC Schattdorf 2 bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück und verpasst eine grosse Gelegenheit. Trotz eines deutlichen Chancenplus in der zweiten Halbzeit fehlte die letzte Konsequenz. Über die gesamte Spielzeit betrachtet hatte diese Begegnung keinen Sieger verdient.
Mit Blick nach vorne richtet sich der Fokus nun auf das kommende Heimspiel. Am Samstag, 25. April 2026, empfängt der FC Schattdorf 2 um 20:15 Uhr den FC Aegeri auf dem Sportplatz Grüner Wald. Nach der enttäuschenden Vorstellung in Sins ist die Marschrichtung eindeutig: Die Mannschaft will Wiedergutmachung leisten, ein anderes Gesicht zeigen und endlich wieder einen Schritt nach vorne machen.










