Schattdorf gibt Führung aus der Hand – später Gegentreffer sorgt für nächste Enttäuschung

Im achten Meisterschaftsspiel spielte der FC Schattdorf gegen den direkten Konkurrenten FC Kickers Luzern. Bei besten Bedingungen wollten beide Teams den Anschluss nach vorne halten und sich gleichzeitig Luft nach hinten verschaffen. Für den FCS war die Marschrichtung klar: endlich der erste Saisonsieg. Doch auch dieses Mal blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus.

Die Partie begann lebhaft. Schattdorf versuchte es mit gepflegtem Passspiel, während die Gäste aus Luzern vor allem mit langen Bällen über die Seiten operierten. Torchancen waren auf beiden Seiten vorhanden, blieben zunächst aber ungenutzt. Nach einer Viertelstunde dann die kuriose Führung für die Urner: Nach einer Flanke von Agrebi traf ausgerechnet Sandro Stampfli – eigentlich für die Defensivarbeit zuständig – zur 1:0-Führung.

Mit dem Vorsprung im Rücken versuchte der FCS nachzulegen, doch ein zweites Tor wollte nicht fallen. Stattdessen kamen die Gäste besser ins Spiel. Nach einem Lattentreffer folgte die nächste brenzlige Szene: Ein Zweikampf im Strafraum endete mit einem Penaltypfiff. Arnold im Tor parierte jedoch stark und hielt seine Farben vorerst in Führung. Kurz darauf dann eine weitere spezielle Szene – nach einer unzureichenden Klärung landete der Ball beim Innenverteidiger der Luzerner, der aus rund 30 Metern einfach abzog und den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck setzte. Ein Treffer der Marke „Sonntagsschuss“ zum 1:1.

Später Gegentreffer entscheidet wie im Hinspiel die Partie

Nach der Pause verlor das Spiel etwas an Intensität, was auch den warmen Temperaturen geschuldet war. Beide Mannschaften hatten Mühe, klare Aktionen zu kreieren, viele Bälle gingen bereits im Mittelfeld verloren. Zwingende Torchancen blieben Mangelware. Ein Abschluss von Cedric Gisler wurde im Strafraum geblockt, auf der Gegenseite musste Arnold nach einem Eckball nochmals eingreifen.

Je länger die Partie dauerte, desto weniger kam vom FC Schattdorf. Und so kam es, wie es in solchen Phasen oft kommt. In der Schlussminute lancierte die Heimmannschaft einen letzten Angriff, spielten sich über die Seite durch und brachten den Ball in den Strafraum, wo der Stürmer den Ball irgendwie über die Linie drückte – 2:1

Die Enttäuschung auf Seiten der Urner war entsprechend gross. Wieder hatte man sich viel vorgenommen, wieder war man nahe dran – und erneut stand man am Ende mit leeren Händen da. Nach acht Spielen wartet der FC Schattdorf weiterhin auf den ersten Sieg der Saison. Viel fehlt nicht, doch im Moment reicht es eben trotzdem nicht.(rm)