Dramatische Aufholjagd endet mit gerechtem Unentschieden
Eigentlich deutete vieles auf einen ruhigen Fussballnachmittag hin. Doch der FC Schattdorf und OG lieferten den Zuschauern stattdessen ein wildes 3:3 mit vielen Wendungen. Am Ende stand ein Unentschieden, das sich die Schattdorfer mit viel Moral und Charakter verdienten.
Erste Halbzeit: FCS schläft, OG trifft
Die erste Viertelstunde gehörte durchaus dem Heimteam: Agrebi lancierte in der 6. Minute mit einem feinen Steckpass eine gefährliche Aktion, doch der gegnerische Goalie reagierte stark. Kurz darauf folgte die kalte Dusche: Ein Querschläger leitete eine unglückliche Fehlerkette ein, die OG zum 0:1 nutzte.
In der 13. Minute kam die Nummer 11 der Gäste aus 18 Metern zum Abschluss, Moser, der sein Pflichtspieldebüt für die erste Mannschaft des FCS gab, lenkte den Ball gerade noch über die Latte. Doch in der 19. Minute folgte der nächste Nackenschlag. Nach einem Fehlpass im Aufbau behauptete die Nummer 9 der Gäste stark den Ball. Mit einem sehenswerten Abschluss in den Winkel liess er Debütant Moser keine Chance – 0:2.
In der 36. Minute zeigte der FCS wieder einmal seine spielerischen Qualitäten. Baumann setzte Stampfli stark in Szene, doch der Gästegoalie reagierte glänzend. Statt des Anschlusstreffers fiel wenig später auf der Gegenseite das 0:3. Wieder war ein leichtfertiger Fehler im Aufbau vorausgegangen, ehe die Nummer 11 der Gäste eiskalt abschloss.
In der 41. Minute war Stampfli dann ganz nah dran: Er legte den Ball gekonnt am Goalie vorbei, doch ein Verteidiger der Gäste rettete in höchster Not mit einer Grätsche auf der Linie. Drei Minuten später setzte sich die Nummer 13 von OG durch, Moser parierte jedoch stark mit dem Fuss.
Kurz vor der Pause keimte beim FCS nochmals Hoffnung auf. Heinzer traf nach einer Flanke von Zgraggen per Kopf zum 1:3.
Zweite Halbzeit: FCS dreht auf
Nach dem Seitenwechsel kam der FCS mit breiter Brust aus der Kabine. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn lancierte Wipfli den Angriff mit einem Steilpass auf Wirth. Dessen Flanke landete am zweiten Pfosten bei Zgraggen, der zum 2:3 einschob. Der FCS roch plötzlich wieder seine Chance.
Trainer Zberg reagierte nach knapp einer Stunde mit einem Doppelwechsel und brachte Gisler sowie Arnold für Agrebi und Zgraggen. Mit den frischen Kräften kam nochmals neuer Schwung ins Spiel des FCS.
Der verdiente Ausgleich fiel schliesslich in der 70. Minute: Stampfli verwandelte einen Freistoss aus 17 Metern unhaltbar zum 3:3. In der Schlussphase suchten beide Mannschaften zwar noch den Lucky Punch, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen.
Fazit: Moral bewiesen
Der FCS zeigte einmal mehr, dass er sich auch nach einem deutlichen Rückstand nicht aufgibt. Gerade nach der schwierigen Rückrunde war die Aufholjagd ein wichtiges Zeichen für den Charakter dieser Mannschaft.
Trotz der starken Moral zeigte die Partie aber auch klar auf, woran der FCS weiterarbeiten muss: zu einfache Ballverluste im Aufbau und eine mangelnde Effizienz in den entscheidenden Momenten. Nun richtet sich der Fokus auf die verbleibenden Partien, in denen für die Urner ganz klar die ersten drei Punkte anzupeilen sind. (rm)










