FC Schattdorf «Elf Freunde müsst ihr sein», formulierte einst der bekannte Bundestrainer Sepp Herberger seinen Leitsatz treffend und definierte damit auf einfache Art den Erfolg einer Fussballmannschaft. Nicht elf, sondern 83 Freunde und Freundinnen des FC Schattdorf folgten am vergangenen Freitag der Einladung zur 93. Generalversammlung des Vereins auf dem Sportplatz Grüner Wald. Beim anschliessenden Nachtessen im Klublokal hätten längst nicht alle Vereinsmitglieder Platz gefunden: Der FC Schattdorf zählt aktuell 727 Mitglieder.
Zum zweiten Mal durfte der aktuelle Präsident Ralph Bomatter die Versammlung leiten. «Schnell, zügig und einfach soll die GV vonstattengehen», sagte er gleich zu Beginn. Auf einen klassischen Jahresbericht verzichtete er und verteilte stattdessen gelbe und rote Karten. Diese waren nicht als Verwarnung oder gar Platzverweis gedacht: Zusammen mit einer zusätzlichen blauen Karte dienten sie als Antwortkarten für ein Quiz mit Fragen rund um das vergangene Vereinsjahr. Roland Büchi schnitt dabei am besten ab und durfte einen kleinen Preis entgegennehmen. Im Bereich Finanzen konnten gegenüber dem Vorjahr erfreulichere Zahlen präsentiert werden. Es resultierte ein Gewinn von fast 8000 Franken.
Robin Lindauer neu im Vorstand
Ralph Bomatter (Präsident), René Gnos (Sportchef), Markus Indergand (Spiko) und Patrick Schorno (Marketing) wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Claudia Gisler (Finanzen), Iwan Herger (Vizepräsident, Juniorenobmann), Reto Planzer (Infrastrukturen) und Orlando Gisler (Veranstaltungen) standen nicht im Wahlturnus. Neu in den Vorstand wurde Robin Lindauer gewählt. Er übernimmt das Ressort Administration von Monja Deplazes, die nach vier Jahren Vorstandstätigkeit demissioniert hat. Auch Kai Mahrow wurde als Revisor ohne Gegenstimme bestätigt.
Zwei treue Mitglieder geehrt
Als «nicht Champions-League-würdiger Fussballer» wurde das neue Ehrenmitglied Reto Indergand in der Laudatio nicht ganz liebevoll, aber mit einem Augenzwinkern beschrieben. Sein Engagement für den FC Schattdorf ist jedoch unbestritten: 13 Jahre als Juniorentrainer, fünf Jahre als Coach der 1. Mannschaft und fünf Jahre Vorstandstätigkeit sprechen für enorm viel Herzblut für den FC Schattdorf. Entscheidend für einen Verein sind schliesslich meist nicht die fussballerischen Fähigkeiten.
Ebenso hat sich Daniel («Tschigi») Reichmuth mit seinem unermüdlichen Einsatz für den FCS die Ehrenmitgliedschaft mehr als verdient. Er hat seit 1998 in fast jedem Ressort des Vereins mitgewirkt. Erst als Wagenchef für die Fasnacht, danach als Juniorentrainer, Speaker, Vorstandsmitglied und in vielen weiteren Funktionen.
Reto Indergand und Daniel Reichmuth wurde die Ehrenmitgliedschaft unter grossem Applaus verliehen.
Grösste Urner Juniorenabteilung
Der FC Schattdorf ist mit 28 Teams in die neue Saison gestartet und stellt mit 303 Spielerinnen und Spielern die mit Abstand grösste Juniorenabteilung im Kanton Uri. «Ein Verein wie unserer lebt nicht nur von den Resultaten auf dem Platz, sondern vor allem von den vielen Personen, die im Hintergrund Verantwortung übernehmen und ihre Zeit für Rot-Schwarz einsetzen», schreibt Präsident Ralph Bomatter in der aktuellen Ausgabe der «FCS-Zyttig». «Mein herzlicher Dank gilt deshalb meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie allen Trainerinnen und Trainern, Betreuern, Funktionären, Schiedsrichtern und den zahlreichen weiteren ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern.»
Sinngemäss sprach ein gut gelaunter Ralph Bomatter diese Wertschätzung gegenüber den Genannten an der GV nochmals aus. Das Ziel, die Generalversammlung zügig und einfach zu absolvieren, wurde erreicht: Weniger als 70 Minuten wurden dafür benötigt. Nach den statutarischen Geschäften genossen die Teilnehmer ein feines Essen und viele spannende Gespräche, die sich nicht nur um das Thema Fussball drehten.
Den «Machern» des FC Schattdorf ist bewusst, dass Teamgeist und Zusammenhalt die Grundlage des Erfolgs sind. Einfach gesagt: «Elf Freunde müsst ihr sein».
Linus Epp










